Im kommenden Sommersemester müssen Studierende durchschnittlich 512€ für ein WG-Zimmer zahlen. In München (800€), Berlin (650€) und Hamburg (650€) sind die Mieten besonders hoch. Insgesamt sind WG-Zimmer ca. 4% teurer als im letzten Jahr, und haben damit sogar eine größere Steigerung als die allgemeinen Teuerungen.
Gegenüber der steigenden Preise steht eine BAföG–Wohnkostenpauschale von 380€. Auch die angekündigte Erhöhung im Wintersemester 26/27 auf 440€ deckt nicht die durchschnittliche WG-Zimmermiete für Studierende. 83,4% der Studierenden sind in Städten eingeschrieben, in denen ein WG-Zimmer durchschnittlich mehr kostet als die BAföG-Wohnkostenpauschale. 61,2% der Studierenden sind in Städten eingeschrieben, in denen selbst die günstigen WG-Zimmer teurer sind als die BAföG-Wohnkostenpauschale.
Ein klares Bild: es gibt keine ausreichende finanzielle Unterstützung für Studierende und ungebremste Mieterhöhungen, damit viel Profit abfällt für die vermietenden Kapitalist:innen. Aber nicht nur die steigenden Mieten sind ein Problem für Studierende, sondern auch die hohen Energiekosten.
In den letzten Wochen sind die Energiepreise enorm gestiegen in Folge des Angriffs auf den Iran durch die USA und Israel. Mittlerweile wurden mehrere Ölfelder im Iran, Katar und Saudi Arabien bombardiert. Zudem wird die Meerenge von Hormus blockiert, wodurch eine große Menge des weltweit gehandelten Erdöls transportiert wird. Ungeachtet der tausenden toten Iraner:innen kämpfen die imperialistischen Mächte weiter um die Vormachtstellung über Öl, die Straße von Hormus und ganz Westasien. Wie bei allen Teuerungen, Krisen und Kriegen sind es nicht die Kapitalist:innen die zahlen müssen sondern wir, während sie weiter ungehindert Profit machen.
Anfang 2025 waren 80% der Studierenden die alleine oder in WGs wohnen von Armut betroffen. Eine Tendenz die sich mit steigenden Mieten, Lebensmittelpreisen, Ticketpreisen für den ÖPNV und Semesterbeiträgen nur noch verstärkt. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, in diesem System gilt es schließlich den Profit für die Bonzen zu sichern und nicht unsere Grundbedürfnisse zu decken. Es gehört zur Natur des Kapitalismus Armut zu erzeugen, dieses System bietet uns keine Zukunftspersektiven sondern nur Angst vor Armut.
Wir nehmen das aber nicht einfach hin, lasst uns unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen!



